SPD-Rechtsexperte Matthias Miersch referierte über die Gentechnik

„Mit der Gentechnik stoßen wir an die Grenzen unseres Rechtssystems.“
Mit diesem Satz leitete der SPD Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch. Seinen Vortrag über die Grüne Gentechnik auf dem Treffen der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)in Wolfenbüttel ein.
Im Beisein der SPD-Landtagsabgeordneten Dörthe Weddige-Degenhardt und dem SPD-Landtagskandidaten Marcus Bosse zeigte Miersch zunächst Beispiele auf:
Inwieweit dürfen Versicherungen Gentests bei dem Abschluss von Verträgen Verwenden? Wie weit darf die Verwendung der Gentechnik im Rahmen der Aufklärung bei Strafverfahren eingesetzt werden? Nach Ansicht der SPD –Rechtsexperten. Diese Fragestellungen noch relativ klar zu beantworten. Die Grüne Gentechnik eröffne demgegenüber ein Feld,das sehr viel problematischer sei,da hier die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen in die Natur erfölge. Miersch plädierte dafür, die Grundsätze der Koexistentz und Wahlfreiheit der Verbraucher ernst zu nehmen und vor allem die Landwirte zu schützen,die ohne Gentechnik wirtschaften wollen.
Er verwies auf die hohe Nachfrage nach Bioprodukten.
“Wir sollten nicht leichtfertig eine ganze Branche aufs Spiel setzen“, so Miersch. Er sieht mehr Risiken als Nutzen in der grünen Gentechnik.
In der nun anstehenden Debatte im Deutschen Bundestag wird sich Miersch deshalb auch intensiv für die Beibehaltung strenger Haftungsregeln einsetzen und für die Möglichkeit von Kommunen werben, gentechnikfreie Gebiete einzurichten. Im Anschluss an den Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion, die zeigte, dass sich die AfA wieder einmal ein sehr aktuelles Thema ausgewählt hatte.