Der SPD – Arbeitskreises „Bildung“ hat die Forderung nach einer verstärkten individuellen Förderung im Schulsystem erneut in die parteipolitische Diskussion eingebracht

In einem auf dem letzten Bezirksparteitag beschlossenen Antrag wird die SPD – Landtagsfraktion aufgefordert, „sich für Maßnahmen zu einer verbesserten individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin einzusetzen.“ Die dafür notwendige Unterstützung könnten Lehrerinnen und Lehrer zum Beispiel durch verpflichtende Fortbildungsangebote und durch speziell ausgebildete Fachberater erhalten. Diese müssen über ein fundiertes Wissen über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Lernprozessen und Lernstörungen verfügen. Auch müsste den Schulen vom Land Niedersachsen ein deutlich höheres Kontingent an Förderstunden zur Verfügung gestellt werden.
Die verstärkte individuelle Förderung in den Schulen ist dringend notwendig, um alle Begabungsreserven der Schülerinnen und Schüler von der ersten Klasse an nachhaltig zu fördern. Diese Erkenntnis ist pädagogisch unstrittig und auch nicht neu.
Um so erstaunlicher ist es, dass sie nach wie vor in allen Schulformen nicht mit der notwendigen Intensität umgesetzt wird. Deshalb gewinnen die außerschulischen Nachhilfeeinrichtungen immer mehr an Bedeutung. Ungewollt wird dadurch natürlich die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von Kindern vom Geldbeutel ihrer Eltern noch weiter zementiert. „Wir werden dieses zentrale Thema in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften und Schülern weiter begleiten und in unseren Forderungen nicht nachlassen“, gaben Peter Schulz und Dietmar Wessel als Sprecher des SPD – Arbeitkreises bekannt.